Der C-Falter – Ein Meister der Tarnung und Überraschung
Nachdem wir mit dem leuchtenden Zitronenfalter einen der ersten Rekordhalter im Frühling begrüßt haben, möchte ich euch heute einen anderen bemerkenswerten Überlebenskünstler vorstellen. Er ist ein Verwandlungskünstler, der es uns Fotografen nicht immer leicht macht, ihn überhaupt zu entdecken.
Darf ich vorstellen: Der C-Falter.
Die Kunst der Mimese
Seht euch das erste Foto genau an. Hättet ihr ihn im Wald entdeckt? Das ist der C-Falter in seiner Ruheposition am Boden. Seine stark gezackte Flügelform und die unregelmäßige, braun-gemusterte Unterseite lassen ihn wie ein welkes, vertrocknetes Blatt aussehen. Diese Form der Tarnung, die Mimese, ist seine Überlebensstrategie. Er verschmilzt förmlich mit dem Waldboden oder einem Zweig.
Das Geheimnis des Namens
Doch warum heißt er „C-Falter“? Der Name kommt von einem winzigen, aber deutlichen weißen Haken auf der Flügelunterseite, der wie ein „C“ aussieht. Ein kleines Geheimnis, das man erst bei genauerem Hinsehen entdeckt.
Farbwunder im Frühling
Aber dann, plötzlich, passiert das Wunder! Wenn er die Flügel öffnet, zeigt er uns sein zweites Gesicht: ein leuchtendes Orange-Braun mit markanten schwarzen Flecken. Diese farbenfrohe Oberseite ist ein echtes Kunstwerk und steht in völligem Kontrast zu seiner Tarnung.
Genau wie der Zitronenfalter überwintert der C-Falter als ausgewachsenes Insekt, oft in hohlen Baumstämmen oder unter Efeu (er sucht sich also geschütztere Orte). Er gehört damit ebenfalls zu den langlebigen Schmetterlingen (wenn auch nicht ganz so lang wie der Zitronenfalter). Nach dem langen Winter sind die Weidenkätzchen seine ersten, lebenswichtigen Tankstellen.
Ich bin froh, dass ich diese verschiedenen Facetten dieses kleinen Verwandlungskünstlers an einem frischen Frühlingstag einfangen konnte. Ein echter Schatz im Unterholz!







