Liebe Fotofreunde,
nach all den dramatischen Kämpfen, Revierstreitigkeiten und dem nervenaufreibenden Patchwork-Chaos der letzten Tage ist es Zeit, im vierten und letzten Teil unserer Schwanen-Geschichte etwas fürs Gemüt zu tun. Heute blicken wir auf die Familienidylle, die endlich an der Donau eingekehrt ist – sowohl bei Familie Noa als auch bei Familie Bonaparte.
Und es gibt eine große Überraschung: Vater Noa ist wieder aufgetaucht! Seine lange Abwesenheit bleibt zwar ein Rätsel, und ich muss sagen: Er ist charakterlich ein schwieriger Typ. Mit dem Vatersein hat er es anscheinend nicht so ganz. Wie man einem Bild sieht, hält er seine eigenen Kinder lieber auf Abstand und lässt sie nicht zu nahe an sich herankommen. Frau Noa scheint das jedoch gelassen zu nehmen – sie ist ohnehin die unangefochtene Heldin und der Fels in der Brandung auf ihrer Arche.
Noa’s Familie:











Ganz anders zeigt sich ausgerechnet der Aggressor: Napoleon entpuppt sich im eigenen Revier als überaus fürsorglicher und stolzer Vater. Bei ihm hat die Natur die Prioritäten ganz klar programmiert: My family first! So rau er zu Fremden ist, so liebevoll beschützt er nun seine eigene Schar an der Seite von Joséphine.
Das absolute Highlight beim Beobachten sind aber natürlich die Kleinen. Es macht einfach unheimlich viel Freude, diesen flauschigen, grauen Federbällchen mit ihren unschuldigen Gesichtern zuzusehen, wie sie die Welt entdecken. Wenn das Paddeln im Fluss dann doch zu anstrengend wird, nutzen die Minis unglaublich gerne das Gefieder der Mutter für einen komfortablen „VIP-Transport“ über die Wasserlandschaft. Das sieht nicht nur zuckersüß aus, sondern bietet ihnen Schutz, die nötige Wärme und ein Gefühl von absoluter Sicherheit.
Die Familie Bonabarte:







Mit dieser vierten Folge schließe ich meine Bilderserie über die Arche Noas und die packende Geschichte der zwei rivalisierenden Schwanenfamilien ab. Es war ein faszinierendes Abenteuer direkt vor meiner Haustür, das uns wieder einmal gezeigt hat, wie nah Drama und Harmonie in der Natur beieinanderliegen.
Bis zum nächsten Foto-Abenteuer, euer Luis
