Zu Besuch im Hummel-Hotel
Habt ihr euch schon mal gefragt, wo Hummeln schlafen? Ich hatte das Glück, sie an ihren Schlafplätzen zu finden. Es ist ein beeindruckender Anblick: Regungslos hängen die ansonsten emsigen Tierchen an den Blüten und scheinen tief zu träumen.
Aber wer sind diese kleinen „Freiluft-Camper“? Es sind fast immer die Männer, die Drohnen. Sobald sie flügge sind, verlassen sie das mütterliche Nest und kehren nie wieder zurück. Ihr ganzes kurzes Leben verbringen sie draußen, immer auf der Suche nach einer Partnerin. Da ist ein schützendes Plätzchen für die Nacht entscheidend.
Und wie sie schlafen! Krappeln meist tief unter eine Blüte und Klammern sich einfach mit ihren Beinen an die Stängel und verharren dort im Tiefschlaf. Manchmal, wenn man sie stört – wie ich beim Fotografieren –, zeigen sie eine typische Abwehrreaktion und strecken ein Beinchen weg. Ein deutliches „Bitte nicht stören!“.
Meine Entdeckungen habe ich auf zwei Pflanzen gemacht: dem Blutweiderich, einer wahren Bienenweide mit dichten Blütenkerzen und dem Sauerampfer, dessen hohe Stängel ein luftiges Quartier bieten.
Einige der Bilder habe ich übrigens mit der Technik des Focus-Stacking aufgenommen, um die faszinierenden Details und die feine Behaarung dieser friedlichen Riesen noch schärfer einzufangen.
Ich hoffe, diese kleinen Einblicke in das Nachtleben der Hummeln haben euch genauso verzaubert wie mich! Geht doch auch mal auf Entdeckungsreise in eurem Garten, wenn es dunkel wird. Es lohnt sich!






