Es sind diese Sekunden, für die man die Kamera überhaupt erst mitnimmt. Eigentlich war ich nur am Rand eines blühenden Rapsfeldes unterwegs, als sich mir dieser Feldhase zeigte. Zuerst noch auf Distanz auf dem freien Feld, entschied er sich überraschenderweise nicht für die Flucht, sondern für die Deckung – und kam dabei gefühlt immer näher.
Das zweite Bild ist mein heimlicher Favorit: Ein einziges, wachsames Auge, das mich durch das gelb-grüne Dickicht fixiert. Ein Versteckspiel auf Augenhöhe. Als er dann im schützenden Grün fast direkt vor mir saß hieß es für mich: Atmen anhalten und bloß nicht bewegen. Seine langen Löffel perfekt aufgestellt, die Barthaare zuckend, der Blick absolut fokussiert. Ein unvergesslicher, stiller Moment inmitten der Natur, den ich glücklicherweise festhalten durfte.







