Heute erweitere ich meine Sammlung heimischer Schmetterlinge um ein echtes Juwel unserer Kulturlandschaft: Die Goldene Acht (Colias hyale), oft auch liebevoll Posthörnchen genannt.
Wer an sonnigen Sommertagen über blühende Klee- und Luzernefelder spaziert, hat gute Chancen, diesen flinken Tagfalter aus der Familie der Weißlinge zu entdecken. Doch gar so leicht macht er es uns Fotografen nicht!
Woher hat der Falter seinen Namen?
Der Name Goldene Acht verrät direkt das auffälligste Erkennungsmerkmal: Auf der Unterseite der Hinterflügel befindet sich ein charakteristischer, oft rot umrandeter weißer Fleck, der meist wie eine kleine 8 geformt ist (auf dem Makro-Foto im Gegenlicht sehr schön zu erkennen!).
Der alternativer Name Posthörnchen stammt aus früheren Zeiten, als Postboten noch mit dem Posthorn unterwegs waren – der geschwungene Fleck erinnerte die Beobachter schlichtweg an das Symbol der Post.
Spannende Fakten zum Falter:
- Lebensraum & Nahrung: Die Raupen sind echte Feinschmecker der Schmetterblütler – besonders Rotklee, Luzerne und Kronwicke stehen auf ihrem Speiseplan. Daher trifft man die Falter oft auf sonnigen Magerwiesen, Kleefeldern oder naturnahen Rainen.
- Flinke Flieger: Die Männchen patrouillieren Unermüdlich im raschen Tiefflug über die Wiesen auf der Suche nach Weibchen. Für scharfe Fotos braucht man da eine schnelle Verschlusszeit und etwas Geduld!
- Magische Momente: Wenn sich gleich mehrere Falter treffen, kommt es zu wundervollen balzenden Hochzeitsflügen. Es sieht fast so aus, als würden sie mitten in der Luft einen fröhlichen Sommertanz aufführen.







Ein herzliches Dankeschön an dieses hübsche Posthörnchen für das tolle Posieren vor der Kamera! 🦋
