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Der Aurora Falter

Folge 5: Der Aurorafalter – Wenn der Frühling Farbe bekennt

In den letzten Folgen haben wir uns durch die Welt der braunen, gelben und geäderten Frühlings-Falter gearbeitet. Heute präsentiere ich dir einen Schmetterling, der wie kaum ein anderer den Einzug des echten Frühlings markiert. Seinen Namen verdankt er der Morgenröte (Aurora) – und wer das Männchen einmal fliegen sah, weiß auch warum.

Das „glühende“ Männchen
Auf den ersten drei Fotos seht ihr das Männchen in seiner vollen Pracht. Die leuchtend orangefarbenen Flügelspitzen sind ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Es gibt in unserer Gegend keinen anderen Falter, der so markante Signalfarben auf weißem Grund trägt.

Die Verwechslungsgefahr: Wo ist das Orange?
Jetzt wird es knifflig: Die Weibchen des Aurofalters haben nämlich keine orangefarbenen Spitzen. Wenn sie fliegen, sehen sie für das ungeübte Auge exakt so aus wie der Kohlweißling oder der Grünader-Weißling, die wir in den letzten Folgen besprochen haben.

Der Blick auf die Unterseite
Wie unterscheidet man sie also? Der goldene Tipp lautet: Warten, bis sie sich setzen!

  • Der Kohlweißling hat eine fast einfarbig helle Unterseite.
  • Der Grünader-Weißling hat die dunklen „Bleistift-Adern“.
  • Der Aurorafalter (egal ob Männchen oder Weibchen) besitzt eine wunderschöne, grüngelbliche Marmorierung auf der Unterseite (siehe Bild 4 und 5). Dieses unregelmäßige Muster sieht aus wie Moos oder Flechten auf einem Stein – eine perfekte Tarnung!

Die perfekte Kinderstube
Auf zwei Fotos sehen wir den Falter am Wiesenschaumkraut. Das ist kein Zufall, sondern lebensnotwendig. Neben der Knoblauchsrauke ist das Wiesenschaumkraut die wichtigste Pflanze für den Aurorafalter. Hier wird nicht nur Nektar getrunken, sondern hier legen die Weibchen auch ihre orangefarbenen Eier ab.

Mit diesem kleinen Juwel ist meine Serie der bekanntesten Frühlingsfalter fast komplett. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Vielfalt uns schon so früh im Jahr begegnet, wenn wir nur genau hinschauen.

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