„Schneit es etwa?“ – Wer im Mai oder Juni durch die Natur spaziert, reibt sich manchmal verwundert die Augen. Überall schweben weiße Flocken durch die Luft und legen sich wie ein seidiger, zentimeterdicker Saum über Gräser und Blumen.
Doch was hier die Landschaft verzaubert, ist kein verspäteter Wintereinbruch, sondern das Werk der Pappel. Die Bäume produzieren in diesen Wochen Unmengen an Samen, die an winzigen, federleichten „Fallschirmen“ hängen. Ganz ähnlich wie beim Löwenzahn trägt der Wind diese weiche Pracht kilometerweit mit sich.
An windgeschützten Stellen sammelt sich dieser so dicht an, dass man tatsächlich vom „Pappelschnee“ spricht. Ein faszinierender Anblick, bei dem selbst der Löwenzahn vor Neid erblassen könnte. Ein sommerliches Wintermärchen, das uns zeigt, wie kreativ die Natur ihre Samen auf Reisen schickt.




Hier Bilder von den Verursachern des Pappelregens:



