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Zarter Bote in Hellblau

Nach dem Hauhechel-Bläuling und dem Kurzschwänzigen Bläuling kommt heute der dritte im Bunde unserer kleinen Bläulinge: der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), den ich an der Kleinen Ohe vor die Linse bekommen habe.

Im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten lässt sich dieser Falter recht leicht bestimmen. Seine Flügelunterseiten sind auffallend hell – fast reinweiß bis blasssilbrig – und mit feinen, schwarzen Strichen und Pünktchen übersät. Bunte Orange-Töne oder glänzende Punkte sucht man hier vergeblich.

Auf den Fotos sieht man sehr schön eine Besonderheit: Es handelt sich um ein Weibchen der Sommergeneration. Bei den Damen färbt sich die Flügeloberseite am breiten Rand nämlich tiefdunkel bis schwarz – in den Sommermonaten sogar noch ausgeprägter als bei den Tieren im Frühjahr.

3 spannende Fakten zum Faulbaum-Bläuling:

  • Flexibler Speiseplan: Während viele Bläulinge streng auf Schmetterlingsblütler wie Klee angewiesen sind, ist der Faulbaum-Bläuling wenig wählerisch. Die Raupen fressen an Faulbaum, Efeu, Blutweiderich, Hartriegel und vielen anderen Gehölzen.
  • Erster Bote im Jahr: Er gehört zu den frühesten Tagfaltern im Frühling und fliegt oft schon ab April durch unsere Gärten und Auwälder.
  • Ungewöhnliche Eiablage: Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt direkt an die Blütenknospen der Futterpflanzen, damit die frisch geschlüpften Raupen sofort die nährstoffreichen Blütenteile fressen können.

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