In der Makrofotografie sind es oft die ungewöhnlichen Formen, die den Blick fesseln. Die Skorpionsfliege (Panorpa communis) ist hierfür ein Paradebeispiel. Mit ihrem rüsselförmig verlängerten Kopf und den auffällig gemusterten Flügeln wirkt sie fast wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.
Morphologie und Verhalten
Die namensgebende Ähnlichkeit mit einem Skorpion verdanken die Männchen einer zangenartigen Anschwellung am Hinterleibsende. Entgegen ihrem wehrhaften Erscheinungsbild ist diese Struktur jedoch kein Stachel, sondern dient ausschließlich der Paarung. Für den Menschen ist das Tier völlig harmlos.
Interessant ist auch ihre Lebensweise: Skorpionsfliegen ernähren sich vorwiegend von tote Insekten, Früchten oder Honigtau. Gelegentlich zeigen sie ein bemerkenswertes Verhalten und „stehlen“ Beute direkt aus Spinnennetzen, wobei sie von ihrer Schnelligkeit und Geschicklichkeit profitieren.
Zur Aufnahme
Die Aufnahmen entstanden im August bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Die Aufnahmen zeigen das Insekt in seinem natürlichen Habitat auf verschiedenen Blütenständen. Das Zusammenspiel aus der grafischen Musterung der Flügel und der sommerlichen Umgebung bot hier besonders reizvolle Kontraste.







